Etwas geht zu Ende, etwas Neues entsteht.

Schatten. Lichter. Horizonte 2009: Ein Programm für eine neue Epoche beim FSC

Schatten und Licht, Sterben und Werden, Trauer und Hoffnung – der Abend beschreibt den großen Bogen des Lebens, den Wandel, die Veränderung: Etwas geht zu Ende, etwas Neues entsteht, im Vergehen bleibt die Hoffnung auf etwas Neues lebendig. Das Programm für unser Novemberkonzert 2009 passte wunderbar zu unserer Zäsur 2008/09 und wies den Weg in die neue Zeit unter neuer Leitung.

Vor dem Hintergrund der großen Volkslied- und Chortradition seiner Heimat schrieb Cyrillus Kreek 1927 das erste estnische Requiem zum Gedächtnis an den jung verstorbenen Organisten und Komponisten Peeter Süda. Die Verwendung volksliedhafter Motive in diesem hochromantischen Stück und die sparsame Instrumentierung nehmen den Zuhörer in ihrer Schlichtheit emotional gefangen.

Mit seinem „Gesang vom Unglück auf dem Meer“ (Canticum Calamitatis Maritimae) von 1997 erinnert Jaako Mäntyjärvi in einer klangintensiven und wirkungsvollen Weise an die Toten beim Untergang der Ostseefähre „Estonia“ – ein Meisterstück moderner Chormusik.

Angeregt durch seine Rundfunktätigkeit entwickelte Lars-Erik Larsson zusammen mit dem Dichter Hjalmar Gullberg eine neue musikalische Form, die Rezitation von Gedichten mit Musik verbindet. Unter dem Eindruck der Besetzung der skandinavischen Nachbarstaaten im zweiten Weltkrieg wollte Larsson mit der lyrischen Suite „Förklädd Gud“ (Der verkleidete Gott) ein Zeichen des Trostes und der Hoffnung setzen – der verkleidete Gott ist Apollon, Gott des Lichtes, des Frühlings und der Künste.