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Unsere Geschichte ist lang...
...und reicht zurück bis ins 19. Jahrhundert. Sie spiegelt immer wieder politische und gesellschaftliche Veränderungen. Aus dem Umfeld der Arbeiterbewegung wurde 1894 der Hansen-Tebel-Chor gegründet, benannt nach seinem langjährigen Leiter. Während des Nationalsozialismus wurde er verboten.
Im ersten Nachkriegswinter, als Hamburg in Trümmern lag und die Menschen hungerten und froren, verteilten ehemalige Mitglieder des Hansen-Tebel-Chores in Hamburg-Barmbek Plakate mit der Aufschrift „Wir singen wieder!“. Sehr schnell fanden sich ehemalige und neue Sänger/innen ein. Am 1. Februar 1946 fand die Gründungsversammlung statt und im Juni war der „Schubert-Chor Gemeinnnütziger Volkschor Hamburg“ im Vereinsregister eingetragen.
Warum dieser Name gewählt wurde, ist nicht überliefert. Ein Programm war er jedenfalls nicht, denn Kompositionen von Franz Schubert wurden nicht häufiger gesungen als Werke anderer Komponisten. Eher war es so, dass ein unpolitischer Name gesucht wurde, denn nur ein solcher wurde von der britischen Besatzungsmacht akzeptiert.
Was folgte, war eine Entwicklung aus einem Chor der Arbeiterbewegung zu einem der großen Konzertchöre in Hamburg. 2004 haben wir uns umbenannt – jedenfalls ein wenig: Seitdem sind wir der „Franz-Schubert-Chor Hamburg“. Alle zwischenzeitlich diskutierten Umbenennungen wurden verworfen, da wir unseren bisherigen Namenspatron neu für uns entdeckt haben. Franz Schubert passt mit seiner vom Kunstgesang geprägten Ausdrucksstärke viel besser zu uns, als wir früher glaubten. Denn obwohl er nur wenige Werke für Chor komponiert hat, stehen Stimme und Persönlichkeit des Singenden in seinen Werken an erster Stelle.
Wir sind stolz darauf, dass der Franz-Schubert-Chor seine wechselvolle Geschichte mit stetigem Wandel und innerem Wachstum verbindet. In diesem Sinne fühlen wir uns als moderner und wandelbarer Chor.
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